Lange Nacht der Kirchen | aus Hannover | 3-2007


Die „Lange Nacht der Kirchen“ ist – so oder ähnlich tituliert – inzwischen in vielen Städten Deutschlands etabliert und als ökumenisches Projekt scheinbar weiter im Kommen. Für eine bestimmte Zeit stehen Kirchen für Gäste offen. Programmangebote und Möglichkeiten zu Begegnungen und Gesprächen laden ein, Schwellen zu überschreiten. Pfarrer Konrad Uecker von der St. Petri-Gemeinde der SELK in Hannover, schreibt von seinen Erfahrungen mit dieser Veranstaltung, an der seine Gemeinde bereits mehrmals als Gastgeberin teilgenommen hat.


Die 3. Lange Nacht der Kirchen in Hannover wurde am 8./9. September 2006 in 70 Kirchengemeinden mit über 400 Veranstaltungen gefeiert. Eingeladen wurde zu einer Nacht der Begegnungen, des Gesprächs und der Stille, der Kunst und Kultur, der Musik und Meditation. „Spiritualität wird erfahrbar und erlebbar“, so beschreibt das Programmheft im Vorwort die Zielsetzung.

Die Angebote der beiden Gemeinden der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche waren geprägt von unserem biblisch-lutherischen Profil. Lutherische Kirche sollte von Gottes Wort her erlebt werden von unseren Gästen und den Gemeindegliedern.

Das Programm der St. Petri-Gemeinde war eingeordnet in den Themenbereich „Kirche des Gebets“, unsere positive Aussage: „Getröstet durch die Nacht“:

 
 

18 Uhr

Taizé-Andacht

18.30 – 23 Uhr

das Gebetszelt ist geöffnet,
das Café zur späten Stunde und der Bilderzyklus zum Vaterunser – Ausstellung von Regina Piesbergen

19 Uhr

R. Piesbergen erläutert ihre Bilder

20 Uhr

„Ihr seid das Licht der Welt“-
Anspiel und Andacht der Jugend

21 Uhr

Taizé-Andacht

22 Uhr

R. Piesbergen erläutert ihre Bilder

23 Uhr

Stunde der Kirchenmusik
Musik bei Kerzenschein mit dem Gemeindechor,
Orgel, Sologesang, anschl. Segnung zur Nacht


Den ganzen Abend über standen die Türen unserer Kirche geöffnet. Es gab ein ständiges Kommen und Gehen, waren doch die Teilnehmer(-innen) unterwegs, ihre je 20-minütigen Veranstaltungen in den verschiedenen Gemeinden zu besuchen. In den Pausen konnten dazu geschulte Gemeindeglieder mit Interessierten Gespräche führen. Manche Bemerkungen blieben im Gedächtnis: „Gut, dass es dunkel ist, da traut man sich eher in die Kirche – Sie haben ja ein richtiges Kirchgebäude, gefällt mir gut – Alle SELK- Pastoren sind lutherisch in ihrer Verkündigung, vertreten eine klare Linie – Die Taizé-Andacht hat mir viel gegeben – Dies Konzert, sind das alle Ehrenamtliche aus Ihrer Gemeinde – die Jugendgruppe ist ja echt kirchlich engagiert –

Ca. 200 Besucher wurden in unseren Veranstaltungen gezählt. Mit ihnen konnten wir als St. Petri-Gemeinde „getröstet durch die Nacht gehen“.

Bei der für 2008 geplanten 4. Langen Nacht der Kirchen in Hannover werden wir wieder dabeisein, werden uns als Lutherische Bekenntniskirche einbringen, um auf alle mögliche Weise die befreiende Botschaft des Evangeliums von Jesus Christus werbend bekanntzumachen.